Die “neue” Zeckenkrankheit

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Gemeiner Holzbock
Gemeiner Holzbock – Carraça (auf port.)

Die Borreliose wird durch Borrelien verursacht, ein Bakterium, das durch den Biss der Zecke übertragen wird und in Portugal wenig bekannt ist.

Frühling-Sommer ist die anfälligste Zeit, um von diesem Parasiten befallen zu werden, der, wenn er sich im menschlichen Körper eingenistet hat, Probleme des zentralen Nervensystems verursachen kann, ähnlich wie bei rheumatoider Arthritis oder Fibromyalgie.

Die Zecken sind eine Ordnung der Milben, die der Überordnung Parasitiformes zugeordnet werden. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Alle Arten sind blutsaugende Ektoparasiten an Wirbeltieren, darunter auch dem Menschen. Beim Saugvorgang schafft das Tier mit den Mundwerkzeugen eine Wunde, indem Gewebe mit kleinen Blutkapillaren aufgerissen wird. Das sich hier ansammelnde Blut wird anschließend aufgesaugt. Das Borrelienbakterium wird durch den Biss von Zecken übertragen.

Laut der Printausgabe des portugiesischen “Diário de Notícias” von diesem Montag ist die Krankheit in Portugal wenig bekannt und wird noch nicht als meldepflichtig angesehen.

Laut dem Nationalen Institut für Gesundheit Dr. Ricardo Jorge (INSA) gab es im vergangenen Jahr fünf Fälle in Portugal und 360 Tausend in Europa in den letzten 20 Jahren.

“Wir sprechen hier von einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die im Land sehr wenig geschätzt wird”, warnt Maria Luísa Vieira, Forscherin am Institut für Hygiene und Tropenmedizin, die von der genannten Zeitung zitiert wird.

Zecken können sich von ihrem Wirt befreien (besonders wenn dieser getötet wurde) und einen neuen Wirt suchen, wo sie sich an schwer auffindbaren Stellen verstecken.

“Bei der Wildschweinjagd sucht sich die Zecke, sobald das Tier getötet wird, sofort einen neuen Wirt”, erklärt Maria das Neves Paiva Cardoso, Forscherin am Centro de Investigação e de Tecnologias Agroambientais e Biológicas (CITAB) an der Universität von Trás-os-Montes, in einer Pressemitteilung.

Wird die Zecke innerhalb von maximal 24 Stunden nach dem Aufenthalt im Menschen entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit den Bakterien zu infizieren, gering. Überschreitet dieser Abstand jedoch 36 Stunden, steigt das Risiko.

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