Infraestruturas de Portugal hat zwei Hypothesen zur Verkürzung der Reisezeit zwischen Lissabon und Faro

Aktualisiert am 9. August 2022 von Algarve Guide

Entweder wird die derzeitige Südstrecke verbessert oder eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut.

Am 30. Juli letzten Jahres jährte sich die Ankunft des Zuges in Lagos zum 100. Mal (Inbetriebnahme der Portimão-Brücke und Einweihung der Eisenbahnverbindung Portimão-Lagos): ein Meilenstein in der Geschichte der Eisenbahn in Portugal und ein Symbol für die Entwicklung und Modernität der südlichen Region des Landes, die Entfernungen verkürzte, Gemeinschaften vereinte, zur wirtschaftlichen Entwicklung beitrug und das tägliche Leben der Bevölkerung der Algarve radikal veränderte.

Am selben Tag nutzte IP – Infraestruturas de Portugal die Gelegenheit, neben einer Reihe von Initiativen auch über die geplanten Maßnahmen zur Verkürzung der Zugfahrten zwischen Lissabon und Faro zu informieren. Dabei stehen zwei Hypothesen im Raum: Entweder wird die derzeitige Südstrecke verbessert oder eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut.

Mit TTT wird es möglich sein, die Fahrzeit um eine Stunde zu verkürzen

Derzeit dauert die Fahrt von Lissabon (Entrecampos) nach Faro 2:52 Stunden, wobei die Rückfahrt vier Minuten länger dauert. Die Fahrt von der portugiesischen Hauptstadt nach Lagos dauert mehr als 3,30 Stunden, und noch schlimmer ist, dass die Verbindung von Lissabon nach Vila Real de Santo António derzeit mehr als vier Stunden dauert. Absurd!

Um die Situation zu verbessern, beabsichtigt IP den Bau von Umgehungsstrecken auf der Strecke zwischen Torre Vã und Tunes (Südlinie), die längere Strecken mit einer höheren gleichmäßigen Geschwindigkeit ermöglichen und somit die Fahrzeiten verkürzen werden.

Alfa Pendular
Alfa Pendular

Der Bau dieser Umgehungsstraßen wird im Wesentlichen folgendes ermöglichen:

  • Um längere Abschnitte mit höherer homogener Geschwindigkeit zu erhalten;
  • Verkürzung der Fahrzeiten um bis zu 30 Minuten – dies hängt von weiteren Studien ab;
  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG);
  • Verringerung von Unfällen und Verkehrsstaus;
  • Erhöhung der Kapazität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Dienstes.

Wie im Nationalen Investitionsprogramm für 2030 (PNI 2030) vorgesehen, wird die Maßnahme auf der Südlinie eine Verkürzung der Fahrzeit auf den Verbindungen Lissabon-Faro und Lissabon-Lagos (mit Umsteigen in Tunis) um 30 Minuten ermöglichen, die nun 2h30 bzw. 3h10 betragen.

Berücksichtigt man die lang erwartete dritte Querung des Tajo (TTT – Terceira Travessia do Tejo), so können die Fahrzeiten um weitere 30 Minuten verkürzt werden. Mit anderen Worten, im besten Fall würden wir die Strecke Lissabon-Faro in 2 Stunden und Lissabon-Lagos (mit Umsteigen in Tunis) in 2 Stunden 40 schaffen.

Die Vorteile dieses Eingriffs in den bestehenden Kanal liegen auf der Hand: Es wird nicht nur die bestehende Infrastruktur optimiert, sondern es ist auch möglich, schrittweise zu investieren.

Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke trennt Lissabon und Faro in weniger als zwei Stunden

Die andere Option, der Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, verspricht eine noch kürzere Fahrzeit: Lissabon Oriente – Faro in nur 1 Stunde 40 Minuten. Die Fahrt nach Lagos dauert jedoch immer noch 3h05, was praktisch dasselbe ist, wenn IP sich für die Modernisierung der Südstrecke entscheidet.

Diese neue Streckenvariante hat den Vorteil, dass sie Évora und Beja in die Anbindung der Algarve einbezieht, und könnte durchaus realisiert werden, wenn die Regierung beschließt, einen neuen Flughafen in Beja zu bauen.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, eines ist sicher: Die Fahrgäste können mit einer deutlichen Verkürzung der Zugfahrten von Lissabon an die Algarve und umgekehrt rechnen.

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