Portugal greift endlich durch…

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Die jahrelange Ignoranz und Intoleranz vieler notorischer Freisteher, Möchtegern-Hippies und das Überhandnehmen von Surf-Campern hat jetzt zu einer drastischen Verschärfung des portugiesischen Verkehrsrechtes geführt und das wurde auch als Umweltstraftat neu aufgenommen.

Die Regierung billigte am 27.11.2020 Änderungen in der Straßenverkehrsordnung, die die Orte spezifizieren, an denen Wohnmobile stehen und parken dürfen. Eine Übernachtung ist demnach nur noch ausschließlich in den eigens dafür ausgewiesenen Bereichen erlaubt, was alle anderen, nicht genannten Bereiche ausschließt. Die bisher verhängten Geldstrafen für unzulässiges Parken werden beibehalten. Das bisherige Kompetenzgerangel zwischen GNR, Policia Maritima und der Umweltbehörde hat ein Ende gefunden. Künftig kann und wird die GNR sofort einschreiten und kassieren.

GNR und Camper
GNR zuständig für illegale Camper

Wohnmobilisten, die im Naturpark oder an den Stränden des Landes übernachten, insbesondere im Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina (PNSACV), verärgerten zunehmend die Bevölkerung, die sich darüber beschweren, dass es trotz der Risiken für die öffentliche Gesundheit keine Kontrollen gibt. Die GNR registrierte allein diesen Monat mehr als 600 Verstöße bei Überwachungsoperationen.

Camping- oder Caravaning außerhalb der dafür vorgesehenen Orte sowie jede Form der Übernachtung stellt jetzt auch zusätzlich eine Umweltstraftat dar und wird mit einer Geldstrafe zwischen 200 und 36.000 Euro geahndet.

Das Parken von Fahrzeugen, ob PKW- oder Wohnwagen, das Missachten von Parkverbotsschildern und das verbotene Anhalten und Parken ist nach den kombinierten Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung und der Verkehrszeichenverordnung jetzt ein Verkehrsdelikt, das mit einer Geldstrafe zwischen 60 und 300 EUR geahndet wird.

6 thoughts on “Portugal greift endlich durch…

  • 29. November 2020 um 13:25
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    Wenn das so wäre, wie in dem Artikel geschildert, würde das bedeuten: Man darf beispielsweise auch dort nicht mehr auf ausgewiesenen Parkplätzen PARKEN, wo es keine Hinweise bzw. Schilder gibt, die das PARKEN für WoMos ausdrücklich erlauben. Mit anderen Worten: Man kassiert auch dann eine Strafe, wenn man sein WoMo auf einem Parkplatz kurz abstellt, um einen Strandspaziergang zu machen oder seinen Hund Gassi zu führen, oder um sich KURZ auszuruhen.

    Das dem so ist, kann ich mir kaum vorstellen und schösse weit über das (sinnvolle) Ziel hinaus.

    Antwort
    • 29. November 2020 um 13:36
      Permalink

      Da hier offenbar niemand hören will, empfehlen wir den Gang zur örtlichen GNR, um sich vorab zu informieren, was geht und was nicht. Wir haben das Gefühl, dass dort draussen Hunderte Besserwisser parken, die zur Kasse gebeten werden können, wenn sie sich nicht an die örtlichen Regeln halten.

      Antwort
      • 19. Januar 2021 um 7:39
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        Hallo Herr Autor,
        welche Qualität hat ein Beitrag, der danach eine Befragung der Behörden erforderlich macht?
        Irgendwie klingt das nach:
        “Ich weiß da was – aber nichts genaues….”
        Zurück zum Thema,
        ich werde das weiter beobachten – wenn das tatsächlich so strikt gehandhabt wird bleibe ich eben von Portugal weg – kein Problem für mich – gibt noch einige Länder wo man nicht so empfindlich reagiert – bzw den Campern freundlicher gesinnt ist….
        Natürlich ist das hinterlassen von Müll und Sch… eine RIESENSAUEREI!!!
        Aber weil einige zu schnell fahren werden ja Autos auch nicht generell verboten…
        Wir werden sehen wie es kommt…

        Trotzdem DANKE für die Info und Grüße,
        Frank

        Antwort
  • 29. November 2020 um 20:25
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    Richtig, es wurde auch Zeit. Allerdings schießt man jetzt wohl deutlich über das Ziel hinaus.

    Wenn ich das richtig verstehe, kann es den Wohnmobilfahrer, der auf einem ganz normalen Parkplatz steht um beispielsweise seinen Hund gerade mal Gasssi zu führen, ein Ticket kosten, weil er ja nicht auf einem ausgewiesenen (Park-)Platz für WoMos steht.

    Sollte das tatsächlich so sein, würde sich die portugiesische Regierung mit dieser überzogenen Maßnahme wahrscheinlich ins eigene Fleisch schneiden. Man lebt u.a. vom Tourismus. Eben auch von den Wohnmobilisten, die wahrscheinlich wenig Verständnis für eine dermaßen überzogene Maßnahme haben werden.

    Noch habe ich die Hoffnung, dass ich da vielleicht was falsch verstanden habe.

    Grundsätzlich bin ich durchaus der Auffassung dass Freisteher im klassischen Sinne, bestraft werden sollten. Denn was ich hier aktuell sehe, ist, dass manche der Freisteher ihren Dreck liegen lassen und die Klippen vollsch… und vollpinkeln.

    Das ist sicher nicht die Masse, aber es sind einzelne, die hier die gesamte Gemeinde der WoMo-Fahrer in Verruf bringen.

    Antwort
  • 8. Januar 2021 um 18:26
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    Gibt es eine Quelle zu dem Gesetz?

    Antwort
    • 8. Januar 2021 um 18:50
      Permalink

      Einfach die GNR fragen. Die Beamten informieren sicher gerne über die aktuellen Regeln und Gesetze, an die sich Caravanisten, Mobilisten und andere Verkehrsteilnehmer zu halten haben.
      Sicher auch mit Verweis auf den Paragrafen….

      Antwort

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