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Riesiger Sturm trifft Portugal: 2000 km langes Atlantiktief erreicht das Festland an folgendem Tag


Aktualisiert am 7. November 2025 von Algarve Guide

Die Atmosphäre bereitet sich auf einen Wetterumschwung vor. Nach einigen Tagen Pause steht ein neues, starkes Atlantik-Tief mit einem Durchmesser von etwa 2000 Kilometern kurz davor, das portugiesische Festland zu erreichen.

Die Vorhersagen deuten auf starken Regen, starken Wind und Gewitter hin, was den Wetterverlauf der nächsten Woche bestimmen dürfte. Laut Meteored, einer auf Meteorologie spezialisierten Website, wird das Gebiet zwischen dem 10. und 16. November von einer sehr aktiven atlantischen Zirkulation beherrscht werden, wobei mehrere Fronten nacheinander über das Land ziehen werden. Die Modelle des ECMWF (Europäisches Vorhersagemodell) deuten auf Niederschlagsanomalien zwischen +30 und +60 mm hin, ein Zeichen dafür, dass der Herbst nun in seine intensivste Phase eintritt.

Auf den Azoren wird die Situation umgekehrt sein. Der Einfluss des Hochdruckgebiets dürfte für trockeneres und stabileres Wetter sorgen, im Gegensatz zu dem auf dem Festland erwarteten Szenario.

Polare Jetstream wird den Sturm antreiben

Das Phänomen wird durch den polaren Jetstream angeheizt, einen Korridor mit sehr starken Winden in großer Höhe, der diese Woche über den östlichen Atlantik hinwegziehen soll. Diese Veränderung schafft ideale Bedingungen für die Entstehung von Tiefdruckgebieten und die Entwicklung großräumiger Frontensysteme.

Eines dieser Tiefdruckgebiete könnte eine ungewöhnliche Größe von fast 2000 Kilometern Durchmesser erreichen, mit dem Zentrum westlich oder nordwestlich von Portugal. An der Oberfläche bedeutet dies anhaltenden Regen, Kaltfronten und lokale Gewitter.

Die Regionen Minho, Douro Litoral und Trás-os-Montes im Westen dürften am stärksten betroffen sein, mit Niederschlagsmengen, die Mitte der Woche 150 mm überschreiten und bis zu 190 mm erreichen können. Zwischen Viseu, Coimbra und Leiria werden Niederschläge zwischen 60 und 75 mm erwartet, während im Süden geringere Werte zu verzeichnen sein dürften, allerdings mit starken Regenfällen, wenn die Fronten sich neu formieren.

Mittwoch und Donnerstag werden die kritischsten Tage sein

Die neuesten Modellvorhersagen deuten auf einen Höhepunkt der Instabilität zwischen Mittwoch und Donnerstag (12. und 13. November) hin. In diesem Zeitraum werden anhaltende Regenfälle und intensivere Instabilitätsfronten erwartet, begleitet von starkem Wind und rauer See.

Die Seegangstätigkeit wird an der Westküste zunehmen und die Küstenschifffahrt sowie exponierte Küstengebiete beeinträchtigen. Der Wind wird im Hochland mäßig bis stark sein, und während der Frontdurchgänge sind stärkere Böen zu erwarten.

Milde Temperaturen und Gefahr von Sturzfluten

Die Temperaturen bleiben für diese Jahreszeit mild, mit Höchstwerten zwischen 13 °C im Norden und 21 °C im Süden. In Lissabon wird der Unterschied zwischen Tiefst- und Höchsttemperaturen gering sein, mit Werten um 21 °C bereits in den frühen Morgenstunden. Die Schneefallgrenze bleibt hoch, sodass es nur in der Serra da Estrela zu Schneefällen kommen wird, wenn nach dem Durchzug der Fronten kältere Luft einströmt.

Der NAO-Index (Nordatlantische Oszillation) dürfte während eines Teils der Woche negativ bleiben, was laut derselben Quelle auf günstige Bedingungen für das Heranziehen neuer Tiefdruckgebiete in den mittleren Breiten hindeutet.

Da die Böden bereits gesättigt sind und starke Regenfälle vorhergesagt werden, steigt das Risiko von Sturzfluten und Abflüssen in kleinen Einzugsgebieten erheblich, insbesondere im Nordwesten.

Laut dem Wetterdienst Meteored wird der kritischste Moment Mitte nächster Woche eintreten, woraufhin eine neue instabile Wetterfront folgen könnte. Der November bereitet sich also auf ein wahres atmosphärisches Wechselbad vor, wobei der Atlantik das Wetter in Portugal bestimmt.

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