Noch nie haben so viele Ausländer in Portugal gelebt.

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Noch nie lebten so viele Ausländer in Portugal: es sind mehr als 480.000.

Einwanderung in Portugal
Einwanderung in Portugal

Die Zahlen ergeben sich aus einem Bericht vom SEF (Servico de Estrangeiros e Fronteiras – Behörde für Ausländer und Grenzen). Die Liste der wichtigsten im Land ansässigen Nationalitäten wird von Brasilien, Kap Verde und Rumänien angeführt. Franzosen und Italiener nehmen weiter an Gewicht zu. Und es gibt ein Wachstum der Zahl der Bürger aus Afrika, eine Umkehrung des in den vergangenen Jahren beobachteten Trends.

Noch nie haben so viele Ausländer in Portugal gelebt wie heute. Das zeigen zumindest die Zahlen im Bericht über Einwanderung, Grenzen und Asyl (RIFA) des Serviço de Estrangeiros e Fronteiras (SEF), die vom TSF und der Agentur Lusa zitiert werden. Im dritten Jahr in Folge ist die Zahl der Einwanderer gestiegen und ist die höchste Zahl seit der Registrierung: 480.300 Menschen haben eine Aufenthaltsgenehmigung.

Zum Vergleich: Im Jahr 2017 (dem Jahr, in dem die Zahl der Einwanderer 421.711 betrug) gab es im folgenden Jahr einen Anstieg von 13,9%. Es ist notwendig, bis ins Jahr 2002 zurückzugehen, um eine so signifikante Erhöhung wie die von 2018 zu finden. Die Zahl der illegalen Ausländer ist 2018 in die Höhe geschossen.

Auch die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen nahm mit 93.154 neu erteilten Genehmigungen deutlich zu (51,7%).

Die größte Einwanderergemeinschaft in Portugal ist die brasilianische: jeder fünfte in Portugal lebende Ausländer besitzt diese Staatsangehörigkeit (105.423 Bürger). Es gab jedoch einen Anstieg der Anträge von bengalischen (+165,1%), brasilianischen (+143,7%), nepalesischen (+141,2%), indischen (+127,3%) und venezolanischen (+83,2%) Bürgern.

Entwicklung der ausländischen Bevölkerung in Portugal
Entwicklung der ausländischen Bevölkerung in Portugal seit 1980

Im Gespräch mit TSF betonte der Minister für Innere Verwaltung, Eduardo Cabrita, die Notwendigkeit einer geordneten Migrationsstrategie für Portugal und betonte, dass die Zunahme der Einwanderer “im Einklang mit der Notwendigkeit steht, das Bevölkerungsniveau und die Erwerbsbevölkerung aufrechtzuerhalten” sowie mit der Dynamik des Arbeitsmarktes, insbesondere dem Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft und im Baugewerbe.

Eduardo Cabrita kündigte auch eine Verlängerung der SEF-Bürozeiten an: von 8.30 Uhr bis 20.00 Uhr, um “mit diesem Zuwachs an Attraktivität der portugiesischen Wirtschaft Schritt zu halten, der sich in einem deutlichen Wachstum der in Portugal lebenden Ausländer niederschlägt”.
Portugal, “ein sicheres Land

Der Bericht stellt fest, dass die Zahl der Bürger aus Italien im Vergleich zu 2017 um 45,9% gestiegen ist, wobei bereits 18.862 Italiener im Land leben. Auch der Zustrom von Bürgern aus Frankreich nimmt weiter zu und beläuft sich auf 19.771, was einem Anstieg von 29,1% entspricht.

“Der Beitritt Frankreichs (im Jahr 2016) und Italiens (im Jahr 2017), ihr anhaltendes Wachstum und der daraus resultierende Anstieg der Positionen in der Struktur der repräsentativsten Nationalitäten scheint die besondere Wirkung der bereits in den Vorjahren hervorgehobenen Attraktivitätsfaktoren auf ausländische Bürger aus Ländern der Europäischen Union zu bestätigen, wie z.B. die Wahrnehmung Portugals als sicheres Land sowie die Steuervorteile, die sich aus der Regelung für den nicht-gewohnheitsmäßigen Einwohner ergeben”, heißt es in dem Bericht.

Die Ukrainer sind in Portugal rückläufig, nachdem sie im vergangenen Jahr einen Rückgang von 10% verzeichnet hatten. Inzwischen sind es etwa 29.000.

Zu den zehn größten im Land ansässigen Nationalitäten gehören Brasilien (105.423), Kap Verde (34.663), Rumänien (30.908), die Ukraine (29.218), das Vereinigte Königreich (26.445), China (25.357), Frankreich (19.771), Italien (18.862), Angola (18.382) und Guinea-Bissau (16.186).

Die RIFA berichtet auch, dass im Jahr 2018 ein Anstieg der Zahl der Bürger aus Afrika (4,3% mehr) zu verzeichnen war, eine Umkehrung des in den Vorjahren beobachteten Trends, mit besonderem Schwerpunkt auf den portugiesischsprachigen afrikanischen Ländern, namentlich Angola, dessen Gemeinschaft um 9,1% zunahm, und Guinea-Bissau mit einem Anstieg von 6,5%.

Acht von zehn (81%) der in Portugal lebenden ausländischen Staatsbürger gehören zur Erwerbsbevölkerung, wobei die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen überwiegt. Allerdings hat die Bevölkerung über 65 Jahre (9,8%) ein höheres relatives Gewicht als junge Menschen zwischen 0 und 14 Jahren (9,1%).

Dem Bericht zufolge leben mehr als zwei Drittel (68,9%) der ausländischen Bevölkerung in den Bezirken Lissabon (213.065), Faro (77.489) und Setúbal (40.209).

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